Ein Tag im Leben einer Mama

Ich habe mich mal dazu entschlossen, einen meiner Tage bildlich und chronologisch festzuhalten. FĂŒr manche mag es eh die eigene RealitĂ€t sein, fĂŒr viele ist es aber vielleicht eine Überraschung zu sehen, was eine Mama so den ganzen Tag macht. Und obwohl heute schon Mittwoch ist, habe ich vergangenen Montag aufgeschrieben.


Der Montag ist grundsĂ€tzlich mein stressigster Vormittag. An diesem Tag ist der Wocheneinkauf fĂ€llig und ein Bankbesuch fĂŒr meinen Mann.

6:10 – mein Wecker lĂ€utet und Versuche, A zu wecken, scheitern klĂ€glich. Also gebe ich ihm noch ein paar Minuten und stehe auf, richte seine Kleidung und die Jause fĂŒr den Sommerkindergarten her, aktiviere die Kaffeemaschine und messe erst mal meinen Zucker – 197 … schon der 1. Tiefschlag des Tages :/ … das bedeutet nĂ€mlich, dass mein FrĂŒhstĂŒck heute nicht besonders ausfallen wird und ich sofort spritzen muss, weil mein Zucker nach dem Aufstehen am meisten steigt und wĂ€hrend des Vormittags erst 3 Stunden nach dem FrĂŒhstĂŒck wieder fĂ€llt. Dann gebe ich noch ein StĂŒck meines Low-Carb-Brotes aus dem TiefkĂŒhler in den Mini-Backofen.

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6:20 – A ist immer noch im Bett, daher gehe ich hinauf und hole ihn … 25 kg hĂ€ngen auf meinen Schultern. A wird erst mal im Wohnzimmer abgeladen. Er möchte heute nichts frĂŒhstĂŒcken. Anziehen geht heute schneller, normalerweise muss man neben ihm stehen und dies ĂŒberwachen. Dann möchte er doch etwas: Heute nur einen Schluck Smoothie. Dann noch auf die Toilette fĂŒr sein MorgengeschĂ€ft, ZĂ€hneputzen und um 6:50 geht es ab in den Kindergarten. WĂ€hrendessen habe ich heute schon gefrĂŒhstĂŒckt und bin noch dabei, die Zeitung zu lesen und den Kaffee zu Ende zu trinken.

7:05 – L steht auf, wenigstens ist sie heute gut gelaunt, kommt mit einem freudigen „Aaallo“ die Treppe herunter. Wickeln und Umziehen der kleinen Madame stehen auf dem Programm, dann FrĂŒhstĂŒck. Aber meistens mag sie nichts essen, lieber ihren „Gaugau“ und den bekommt sie gerne, sonst ist sie leider eher wĂ€hlerisch mit dem Essen. Daneben schaue ich meistens meinen Kalender durch, checke was auf dem Programm steht, scrolle durchs Facebook.

Dann geht es ins Bad, wĂ€hrend L im Wohnzimmer spielt. In der Zwischenzeit lĂ€utet bereits das 1. Mal das Telefon, weil mein Mann etwas FirmenmĂ€ĂŸiges benötigt. Also schnell fĂŒr 15 Minuten ins BĂŒro und darum kĂŒmmern.NatĂŒrlich kommt L wie immer ins BĂŒro und möchte auf den Schoß, was die ganze Arbeit noch verlĂ€ngert.

8:00- L ist angezogen und will „ausssi“, also Softshell-Overall, Gummistiefel und Stirnband an und hinaus in den Garten. Dann habe ich Zeit, mich endlich fertig zu machen und die Tasche zu packen. Heute ist besonders die Kleiderfrage eine spannende … es hat 15 Grad, die Luft ist kĂŒhl von den Unwettern, es regnet aber nicht.

Nach einem Kurzbesuch bei meinem Mann in der Werkstatt fahren wir endlich einkaufen. Unser KĂŒhlschrank ist fast leer und da A im Sommerkiga kein Mittagessen bekommt, muss ich auch ihn einrechnen.

Um 9:15 verlassen wir den Billa mit einem gehĂ€uften Einkaufswagerl. NĂ€chster Stop in der Stadt: wir parken bei der Volksbank, machen dort unsere Erledigung. Dann spazieren wir weiter zur Post (ich habe bei einem Spiel von „Stempel dich bunt“ mitgemacht und die gebastelte Karte muss per Post zu Petra Rosenbaum 😉) und dann zum Bipa. Dort treffen wir noch eine alte Freundin, die auf Heimat-Kurzbesuch ist. Nachdem L meint, sie muss Rottenmanns MĂŒll auf dem Gehweg sammeln 😏, treffen wir erst um 10 Uhr wieder beim Auto ein. Kaum angeschnallt, ruft mein Mann an, dass ich bitte noch Sahne fĂŒr den Kundenkaffee kaufen soll … also noch ein Abstecher zum Spar – diesmal schnell ohne Kind.

Zuhause angekommen warten die EinkĂ€ufe darauf, eingerĂ€umt zu werden. L ist glĂŒcklicherweise noch gut gelaunt. Dann beginne ich gleich zu kochen. L und ich essen immer bereits gegen 11 Uhr, heute gibt es Chili mit weißen Bohnen, Reis und Salat 😋. Ich schaue mir die Zeitschrift „Maxima“ durch und entdecke eine Trageberater-Kollegin und Erfinderin des Buzzidil drin.

Danach haben wir noch etwas Zeit und L ist noch entspannt, also sauge ich noch schnell das Erdgeschoss und rÀume alle Kochutensilien weg, bevor wir um 12 Uhr A vom Kiga holen. L schlÀft bereits nach 2 Minuten im Auto.

A verweigert das Mittagessen, wenigstens zu etwas Reis kann ich ihn ĂŒberreden. Damit „erkauft“ er sich sein Eis 😉. WĂ€hrend L noch im Auto schlĂ€ft, gönne ich mir eine kleine Nachspeise und einen Kaffee und wir machen As SprachĂŒbungen. Dann möchte A erst mal alleine spielen und ich nutze die Zeit fĂŒr ein paar Bastelarbeiten.

TatsĂ€chlich sind mir die Kinder heute wohlgesonnen und spielen brav miteinander, als L aufwacht. Ich kann wieder etwas probieren und meine To-Do-Liste abarbeiten. Dazwischen spielen wir PĂ€rchen und Memory und die KĂŒche wird kurzzeitig zu einer Steinzeithöhle umfunktioniert. Dann bringt mir mein Mann noch 3 Zulassungsscheine, die ich ins Programm eingeben muss.

Da das Wetter noch immer unbestÀndig ist, bleiben wir den heutigen Nachmittag im Haus.

Um 17:10 beginne ich, das Abendessen herzurichten und die Jause fĂŒr den nĂ€chsten Tag. Abends jausnen wir immer – meistens mit Brot oder Weckerl, Wurst, KĂ€se, Aufstrich, Tomaten, Gurken, etc. Die Kinder entscheiden sich manchmal fĂŒr Joghurt. WĂ€hrend dem Abendessen dĂŒrfen die Kinder fernsehen und auch ich schaue meistens etwas. Dann rĂ€ume ich noch die KĂŒche etwas zusammen, damit wir ca. um 18:15 duschen gehen können. Nach dem Duschen schauen wir noch BĂŒcher an und den Sandmann. Der Papa nimmt L ins Buzzidil und sie schlĂ€ft innerhalb von 10 Minuten ein, dann legt er sie ins Bett. A und ich kuscheln noch ein paar Minuten und er schlĂ€ft dann auch ein.

Dann gehe ich noch in den Keller und kĂŒmmere mich um die WĂ€sche, der GeschirrspĂŒler ist auch auszurĂ€umen.

Morgen steht das Kokadi-Fantreffen auf dem Programm, also packe ich noch mein Tragetuch, die Babylegs und meine Melody-Tasche, damit es nicht zu stressig wird! Und dann geht es endlich auf die Couch zum Fernsehen. Meistens lasse ich mich in Facebookgruppen und Pinterest noch inspirieren. Wenn ich noch sehr motiviert bin, lande ich noch im BĂŒro zum Basteln, dies dauert dann bis ca. 22 Uhr, aber heute bin ich dafĂŒr zu mĂŒde. Nachdem mein Mann noch ins Revier gefahren ist, nehme ich das Ipad mit ins Schlafzimmer und lass mich von „Rote Rosen“ berieseln.

Der Abend lĂ€uft natĂŒrlich nicht immer so entspannt. Sehr oft hat L nĂ€mlich keine Lust zu schlafen und turnt dann bis 21 Uhr herum, es ist dann weder entspannend noch lustig fĂŒr uns. Aber auch das gehört zum Leben einer Mama dazu. Wenn ich GlĂŒck habe, wird L erst gegen 2 Uhr wach und ich hole sie ins Bett, dann stillt sie und wir schlafen weiter. Durchschnittlich stillt sie nachts aber noch 3-4 Mal. A wird im Laufe der Nacht ebenfalls 1 Mal wach und kommt dann lautlos in unser Bett geschlichen 😉, manchmal ist es dann schon 4 Uhr. Aber auch wenn es immer noch Menschen gibt, die einem einreden wollen, dass das nicht okay oder nicht normal ist, so kenne ich zum GlĂŒck die Wahrheit. Vielleicht schreib ich mal etwas ĂŒbers Familienbett und die Wichtigkeit dieses im Bezug auf eine optimale Entwicklung von Kindern.

Jetzt aber ist es Zeit zu schlafen, denn der nĂ€chste Tag startet wieder um 6:10 😉


Ich hoffe, Euch hat der kleine Ausflug in einen meiner Tage gefallen – heute Mittwoch ist es endlich wieder sommerlich & wir treffen uns bald mit einer Freundin und ihrem Baby zum Spaziergang. Am Nachmittag können wir hoffentlich noch den Sommer genießen, bevor es morgen wieder schlechter wird!

Wer gern mehr von unseren Tagen sehen möchte, kann mich ja auf Instagram abonnieren oder auch auf Snapchat unter ula_beutelspatz.

Ich wĂŒnsche Euch einen wunderschönen Tag!

Alles Liebe, eure ULA

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Ein Kommentar zu „Ein Tag im Leben einer Mama

  1. Danke fĂŒr die lustige Beschreibung. Gerade heute musste ich mich ĂŒber meine Wutzwiebel Ă€rgern und hab mich gefragt, wann sie endlich allein durchschlafen wird 😂 es macht Mut, wenn man liest, dass es anderen Mamas auch so geht 😉

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