Der Herbst ist da!

Da der Herbst nun eingekehrt ist – naja, bei uns in Rottenmann wohl eher der Winter 😉 – ist es wieder einmal Zeit für ruhige Töne und in meinem Fall immer die Zeit, in mich zu gehen, mich etwas abzuschotten und vergangene Monate Revue passieren zu lassen! Sofern das halt im Rahmen unseres Lebens möglich ist, da wir doch immer viel unterwegs sind und es viel zu tun gibt. Aber der Herbst bietet eigentlich immer die Gelegenheit für Neustarts oder Umbrüche.

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Deshalb gibt es heute einmal ein etwas anderes Thema:

Tatsächlich musste ich in den letzten Jahren feststellen, dass alles einen Grund hat. Dass wir manche Menschen nicht einfach nur so treffen und dass es gut ist, dass manche Dinge enden, auch wenn man vielleicht zuerst traurig darüber ist. „Leben bedeutet Veränderung“ – manchmal sind die Veränderungen negativ, aber in jedem Fall lernt man sehr viel daraus! Zu dieser Erkenntnis kam ich allerdings auch erst mit fortschreitendem Alter 😉

Ich habe in meinem Leben schon viele Freundschaften beendet, aber oft war es eigentlich ein „Auslaufen des Kontakts“, das sich einfach so ergeben hat. Manches Mal hat sich der Kontakt auch wiedergefunden, manches Mal auch nicht. Wie auch immer es gelaufen ist, hat sich irgendwann herausgestellt, dass es für irgend Etwas gut war.

Oftmals verändert man sich selbst, manchmal verändert sich das Gegenüber und manchmal müssen sich die Wege dann einfach trennen.

Bei mir hat die Geburt von A sehr viel bewegt, ich habe mich und meine Denkweise seitdem sehr verändert. Ich habe danach auch sehr viele neue Menschen kennen gelernt, verschiedene Meinungen und manchmal habe ich mich auch sehr geärgert.  So sehr wie noch nie zuvor in meinem Leben!

Die Mamas unter euch wissen jetzt vielleicht, was ich meine.

Für alle Anderen: Mama-Sein ist oft viel mehr als das. Oft muss man sich Konkurrenzkämpfen aussetzen (auch wenn man diese selber gar nicht möchte)! Oft wird man zu einer Meinung oder einem Erziehungsstil belächelt oder es wird einem mit Unverständnis begegnet (obwohl man sich sehr viele Gedanken macht und bestimmt keine Entscheidung aus einer Laune heraus getroffen hat)! Oft wird man mit Menschen aus vorangehenden Generationen mit Tadel und Ratschlägen konfrontiert, die oft verletzend sind und uns das Gefühl geben, wir wären schlechte Mütter oder gar schlechte Menschen (obwohl wir es doch selbst am besten wissen)! Oft wird einem durch die eigene Mutterschaft erst bewusst, welche Charakterzüge man nicht mehr an Freunden möchte (auch wenn es jahrelang beste Freunde waren)!

Man befreundet sich auch mit anderen Müttern, lernt sie vielleicht in Kursen kennen und zuerst ist das auch wichtig, weil man vielleicht noch keine anderen Mütter im Freundeskreis hat, aber manchmal kommt es auch vor, dass man doch bei essentiellen Dingen ganz unterschiedlicher Meinung ist und man gewisse Charakterzüge des anderen einfach nicht in seinem Leben haben möchte und die Spreu trennt sich sozusagen vom Weizen. Dann gibt es erst mal große persönliche Enttäuschungen, aber auch diese sind wichtig! In meinem Fall war es sogar sehr wichtig und hat den Grundstein gelegt für mein jetziges Leben. Was sich genau geändert hat, kann ich gar nicht mehr so genau sagen – vielleicht die persönliche Erkenntnis, dass man trotz vielzähliger Gemeinsamkeiten manchmal nicht zusammen passt und auch umgekehrt trotz weniger Gemeinsamkeiten trotzdem eine tiefe Verbundenheit da ist, die man sich bewahren möchte und sollte!

In der Schwangerschaft mit L habe ich diese ganzen „Gefahrenquellen“ von vorneherein abgelegt und Kontakt zu anderen Mamas ganz bewusst gesucht oder vermieden. Und das Leben war und ist deutlich leichter damit, sich nicht alles so zu Herzen zu nehmen. Ja, das klingt jetzt alles sehr kryptisch, aber an dieser Stelle darf sich jeder einfach in sich hineinfühlen. Eine 100%ige Lösung für diese inneren Konflikte gibt es leider nicht – was ich damit sagen möchte, ist einfach, dass man manchmal loslassen muss, weil es einen selber viel weiterbringt als an Dingen festzuhalten, nur weil sie schon „immer da waren“ oder „immer so gewesen sind“. Egal, ob es sich dabei um Menschen oder Gewohnheiten handelt …

Ende des Sommers 2015 hatte ich wieder einmal einen kleinen „Einbruch“ meiner Laune und ich war im Internet auf der Suche nach Tipps für eine bessere Organisation meines Alltags, weil es mit 2 Kleinkindern und einigen Nebenjobs einfach eine Herausforderung ist, alles zu managen.

Und dabei bin ich dann auf Ella gestoßen – Ella The Bee ist eine YouTuberin, die sich mittlerweile auf Organisationstipps spezialisiert hat, aber eben nicht nur. Sie ist außerdem wahnsinnig sympathisch und was sie sagt, spiegelt zu einem großen Teil wieder, was ich so denke. Dann habe ich begonnen, meinen Kalender zu gestalten bzw einfach mehr zu planen und ich kann jetzt – 1 Jahr später – sagen, dass es ganz gut klappt. Umso mehr freue ich mich, dass Ella in ein paar Wochen ihren eigenen Kalender herausbringen wird und hoffe so sehr, dass ich einen erwische. Worauf ich dank Ella auch gekommen bin, ist das Planen langfristiger Ziele und abstecken von kleinen Zielen, um die großen zu erreichen. Hier findet ihr ein aktuelles Video von ihr, welches ich sehr schön fand und welches mich zu diesem Beitrag inspiriert hat!

Seitdem ich Ellas Videos entdeckt hatte, konnte ich durch etwas Struktur unseren Alltag halbwegs organisieren. Natürlich sind auch die Kinder älter geworden und manches dadurch einfacher. Einiges aber auch nicht, wenn ich so an die Umräum- und Möbelrückaktionen meiner Kids denke 😉

Und wer jetzt meint, dass bei uns alles „easy cheesy“ ist, der irrt gewaltig 😉 Auch bei uns geht es oft drunter und drüber und ich bin oft mit meinen Nerven an den Grenzen der Belastbarkeit! Und natürlich bin ich als Mutter  von 2 Kleinkindern, Hausfrau, Büroassistentin, Trageberaterin, Stillberaterin, Bastlerin, Frischepartnerin, Bloggerin sowie ehrenamtliche Mitarbeiterin des Projekt VITA oft seeeeeehr gestresst und es fällt schwer, alles unter einen Hut zu bringen. Auch dafür ist der Herbst gut, um alles wieder einmal zu überdenken und zu sehen, wo man hin möchte … und ja, man ahnt es bereits: auch in meinem Leben wird es demnächst einige Veränderungen geben, aber mehr dazu in einem späteren Beitrag!

Zum Thema „Neustart“ hat Ella übrigens auch 2 tolle Videos gemacht. Wer Lust hat, kann sie sich ja mal anschauen: Teil 1    –   Teil 2

Was hilft uns im Alltag? 

  • Das Wichtigste für mich ist ein Kalender, in welchen ich alles schreibe – unsere Termine, To-Do-Listen, länger- und kurzfristige Ziele, usw
  • Ich nehme mir bzw uns nicht mehr zu viel vor – auch als Hausfrau und Mutter hat man das Recht, mal ein paar Stunden einfach nur nichts zu tun!
  • Keinen Freizeitstress für die Kinder – mir ist es sehr wichtig, dass unsere Kinder wirklich frei haben und sich auch mal langweilen dürfen.
  • „Nein“ sagen, wenn es nicht geht oder man sich nicht gut dabei fühlt!
  • Was ich noch nie so wirklich durchgezogen habe: einen Wochen-Essens-Plan … diesen sollte ich wohl als Nächstes in Angriff nehmen 😉
  • Und darauf anknüpfend einen strukturierten Lebensmittel-Einkauf 1-2 Mal pro Woche
  • So oft es geht hinausgehen in die Natur! Das ist gerade bei schlechtem Wetter immer eine Überwindung für uns, aber danach geht es uns gleich viel besser!
  • eine Praktikantin der Schule für Sozialberufe in Rottenmann, welche während des Schuljahres 1-2 Mal pro Woche zu uns kommt und mich im Haushalt oder mit L unterstützt
  • Großeltern, die immer aushelfen, wenn es möglich ist (leider hat nicht jeder diese Möglichkeit, aber dennoch muss ich sie erwähnen)
  • Von Zeit zu Zeit überdenken, was man vielleicht abgeben könnte – welche Dinge vielleicht nicht mehr den Stellenwert im Leben haben, wie es einmal gewesen ist!

 

Und jetzt widme ich mich wieder meinem Alltag & bitte gleich um Entschuldigung, dass meine Blogbeiträge in nächster Zeit etwas weniger sein werden eben aus oben genannten Gründen :)!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Alles Liebe, eure Schnipselmama Ute

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