Was braucht es zum Abnehmen?

In letzter Zeit häufen sich wieder Beiträge und Werbeanzeigen zum Thema „Abnehmen“. Es wird so viel versprochen, aber was ist wirklich dran an den ganzen Programmen, Shakes, Fitnessstudios?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Alles nicht nötig!!!

Doch was braucht es wirklich, um abzunehmen? Ich bin wahrlich keine Expertin, aber kann ich doch stolz zurück blicken auf meine Abnehm-Reise, bei welcher ich Anfang 2016 innerhalb von 4 Monaten 8 kg abgenommen habe und es nun Anfang 2017 geschafft habe, in wenigen Wochen nochmals 4 kg zu verlieren. Aber ich verspreche nichts, ich verlange kein Geld für meine Tipps und ich gebe alltagstaugliche Empfehlungen 😉

Zu allererst muss ich noch anmerken, dass ich absolut keine Modelfigur habe, diese auch nie haben werde. Meine Einstellung zu Sport ist eher – wie drückt man das aus – minderentwickelt und das hat sich auch nicht wirklich geändert. Aber ein Wohlfühlgewicht misst sich meistens nicht an gesellschaftlichen Zwängen, sondern an dem eigenen Empfinden.

Ich wiege derzeit 76 kg bei einer Größe von 1,72 m und trage Kleidergröße 38/40 – mein Zielgewicht sind 70 kg, aber ich weiß noch nicht, ob ich das erreichen werde. Derzeit bin ich ganz zufrieden 🙂

Aber wie klappt es?

Das Wichtigste

Du musst es wollen! Ohne den eigenen Willen wird es niemals funktionieren. Wenn du das Gefühl hast, du bist eh okay so wie du bist, dann prima – dann bist du nicht an dem Punkt, an dem du eine Abnehm-Challenge startest!

Bei mir war es damals so, dass ich mit 86,4 kg mein absolutes Höchstgewicht (unschwanger) erreicht hatte und mich nicht mehr wohlfühlte!

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Sommer 2015 – 86,4 kg

Bewegung

Ich nenne es bewusst nicht Sport, denn wirklich wichtig ist, dass man seine eigene Einstellung zur Bewegung ändert.

  • Zu Fuß oder mit dem Fahrrad anstatt Auto
  • Treppensteigen statt Liftfahren

Und zum Abnehmen kann ich das Shred-Programm von Jillian Michaels empfehlen – wichtig ist, dass du es 30 Tage lang durchziehst, denn nur dann wirst du Veränderungen sehen und du wirst sehen, was du alles bewirken kannst mit nur 30 Minuten Sport am Tag!

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Längerfristig wäre es schon gut, ein Ausdauertraining zu machen – da muss es aber nicht Laufen sein, es kann auch Walken sein, am besten funktioniert Bergauf-Walken. Ich habe mich immer noch nicht zum Laufen überwunden, konnte jetzt aber feststellen, dass ich es teilweise in unseren Nachmittagsspaziergang integrieren kann. Meine Kinder fahren mit Roller und Laufrad und für mich ist das die perfekte Geschwindigkeit, um schnell zu gehen oder etwas zu joggen. Als meine Mäuse noch kleiner waren, bin ich regelmäßig walken gegangen – mit Tragetuch oder Tragehilfe klappt das prima! Wichtig ist hier nur, dass du das Tuch richtig gebunden oder die Tragehilfe richtig eingestellt hast – wenn du nicht genau weißt, wie das geht, hilft dir eine Trageberaterin in deiner Nähe!

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Und ich mache Yoga bei den Yogamastazz, leider unregelmäßig, aber gegen Rückenschmerzen und den Körper in Balance zu halten, ist es einfach fantastisch! Manchmal suche ich mir auch ein Video aus YouTube und mache einige Übungen.

Ernährung

Ja, das ist auch so ein brisantes Thema. Ich habe schon Vieles versucht und Einiges hat gut funktioniert, Einiges weniger.

Ich habe im Jänner 2016 begonnen mit Slow Carb – aufgrund meines Diabetes Typ 1 ist eine Low Carb – Ernährung nicht möglich, schon gar nicht in Verbindung mit Sport. Slow Carb ist eine fettarme Ernährung, die langkettige Kohlenhydrate wie zB Bohnen und Linsen oder Beeren beinhaltet, auch für Stillende möglich und unter dem Namen Gaia bekannt! Mit dieser Diätform habe ich die ersten Kilos verloren (6 kg in 2 Monaten), doch dann war Stillstand und ich hatte keine Lust mehr, es weiter zu machen. In dieser ganzen Zeit hatte ich einen Cheat-Day pro Woche, an dem ich alles gefuttert habe, das ich mir sonst verkniffen habe. Das war natürlich für meinen Diabetes auch immer ein Fiasko!

Dann habe ich mit dem Shredden begonnen und gleichzeitig Kalorienzählen mit der App „Noom„. Ich musste auf nichts mehr verzichten, durch das Shredden hatte ich jeden Tag mehr Kalorienbudget und damit klappte es hervorragend. Beim Kalorienzählen ist es wichtig zu wissen, dass man 7.000 Kalorien einsparen muss, um 1 kg Körperfett zu verlieren. Effektiv ist es also nur mit kalorienarmer Ernährung und ausreichend Bewegung! Wie viele Kalorien man zu sich nehmen sollte, hängt vom Ausgangsgewicht ab sowie von der Einstellung, wie schnell man Gewicht verlieren möchte.

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Somit konnte ich nochmals 2 kg zusätzlich abnehmen. Was Viele auch nicht wissen: Muskeln sind schwerer als Fett 😉 Somit nimmt man durch gezieltes Muskeltraining nicht zwangsläufig Gewicht ab!

Mein Fazit zur Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit kleinen Sünden, die man nicht täglich, aber dann dafür umso mehr genießt, bringt am meisten! Wichtig ist eine ausreichende Vitaminzufuhr, darum kommt man nicht herum!

Wie ging es weiter?

Wie ich ja vorhin schon schrieb, ist das Gewicht zweitrangig! Nach meiner 30-tägigen Shred-Challenge hatte ich nur 1 kg abgenommen, aber meine Problemzonen waren deutlich trainiert!

Nach vielen Monaten Faulheit und Fressen im vergangenen Jahr hatte ich mir nun leider wieder 2 kg hinaufgefuttert – ich hatte die magische 80 also wieder erreicht und war damit natürlich nicht besonders glücklich. Nach einigen gescheiterten Versuchen, das Shredden und Kalorienzählen wieder aufzunehmen, hatte ich zum Jahreswechsel wieder die Motivation, etwas zu tun.

Seitdem mache ich wieder etwas regelmäßiger Yoga, wir gehen öfter spazieren und ernährungstechnisch hat sich nicht sooo viel geändert: Tatsächlich koche ich seit wenigen Wochen mit dem Thermomix und trotz meiner Meinung nach horrender Butter- und Ölmengen in den Rezepten, dürfte es doch gesund sein 😉 Ich koche fast täglich frisch, achte auf Bio-Lebensmittel, am liebsten regional und saisonal! Und wie man sieht sehr viel Hausmannskost!

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Fressattacken gibt es keine mehr, das Naschen von Schokolade und Chips findet – wenn überhaupt – tagsüber und nicht mehr abends statt!

Wie ich ja anfangs erwähnte, braucht man nichts zusätzlich, um abzunehmen.

Unterstützen kann man aber natürlich, das wird nicht schaden 😉

Den ganzen Jänner habe ich Pack D-Etary von Ringana getrunken. D-Etary kurbelt die Fettverbrennung an und hemmt das Hungergefühl ein bisschen. Seit Februar nehme ich täglich Antiox und seit nunmehr 2 Wochen Balancing von Ringana.

Pack Antiox stärkt die Abwehr und versorgt den Körper mit vielen Vitaminen. Pack Balancing sorgt für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt und was soll ich sagen: Es kurbelt meine Verdauung extremst an und hat meine Heißhungerattacken beinahe verschwinden lassen!

Was ich auch wichtig finde, ist ausreichender Schlaf! Ich schlafe jede Nacht 7-8 Stunden, meistens unterbrochen durch nächtlichen Kinderbesuch, aber dies ist sowohl für die Laune, als auch für den Körper wichtig. Natürlich braucht nicht jeder Mensch gleich viel Schlaf …

Dieses Zusammenspiel aller Komponenten hat dafür gesorgt, dass ich in den letzten 3 Monaten ohne Anstrengung 4 kg losgeworden bin!

Du siehst also: es ist sehr wohl möglich, ohne viel Geld auszugeben und man braucht auch keinen Personaltrainer dafür 😉

Einfach in die Gänge kommen, Leben umkrempeln und los geht’s!

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