Scrapbooking – Babyalbum

Heute möchte ich Euch mein 1. Scrapbooking-Werk zeigen. Im Prinzip ist dies nichts Anderes als ein Fotobuch, nur selbst gebastelt 😉 – also ebenso viel Arbeit, aber noch einmal etwas Besonderes.

Den Buch-Rohling habe ich bereits vor ein paar Monaten bei KIK erstanden. Er beinhaltet bunte leere Seiten in 5 verschiedenen Farben. (Stampin’Up! hat für solche Zwecke Alben in den Maßen 12 x 12″ oder 6 x 8″, ich muss aber gestehen, dass ich diese Buchform hier besser gefunden habe.)

Als besonderes Extra für die Gestaltung habe ich von Stampin’Up! die bereits ausgelaufenen Project-Life-Cards für Baby-Mädchen genommen, aber auch im aktuellen Katalog finden sich tolle passende Karten (Erinnerungen – Babyglück Art.Nr.144207 ).

Bei den Farben habe ich mich an dem Album und diesen Karten orientiert, dementsprechend wurden es die Stampin’Up!-Farben Aquamarin, Kirschblüte und Osterglocke.

Auf zu viele Embelishments habe ich bewusst verzichtet, weil das Buch sonst so dick und globig wird, dafür habe ich Einiges Frei-Hand gemalt, um eine persönliche Note zu erreichen.

Da das Buch sehr viele Seiten hat, habe ich mich dafür entschieden, nicht nur ein Babyalbum zu machen, sondern es weiterzuführen, bis das Buch voll ist, das heißt, derzeit befinden sich dort Fotos von der Schwangerschaft mit Lorena bis zu ihrem 2. Geburtstag.

Aber jetzt will ich gar nicht lange drumherumreden, sondern dir ein paar Seiten aus dem Album zeigen:

DSCN2748DSCN2749DSCN2750DSCN2751DSCN2752DSCN2753DSCN2754DSCN2755

Vielleicht kannst du ja ein bisschen Inspiration mitnehmen 😉

Ich wünsche dir einen schönen Tag!!!

Alles Liebe, deine Schnipselmama Ute

Wie ist das mit der Beikost?

Ich hatte heute einen total netten Beikost-Workshop. Obwohl ich nur mit 2 Mamas gerechnet hatte, waren dann tatsächlich 4 interessierte Mamas plus Babys bei mir, was mich sehr gefreut hat!

Zum Durchlesen für Zuhause hab ich auch ein Handout erstellt und dachte mir dann: Eigentlich könnte ich das auch mit Anderen teilen!

Also kommt hier mein ganz persönlicher Beikost-Leitfaden:

Grundsätzliches

Egal, ob dein Baby gestillt wird, ob es Pre-Milch bekommt oder beides, die Nahrung eines Babys sollte unbedingt bis zum 1. Geburtstag hauptsächlich aus Milchnahrung bestehen!

Beikost ist – wie der Name eigentlich schon verrät – BEI-Kost und nicht Ersatz-Kost … Ziel der Beikost ist es also NICHT, die Milchmahlzeiten zu ersetzen!!!

Ziel der Beikost ist es, das Baby neben der Hauptnahrung Milch langsam an das feste Essen und den Familientisch heranzuführen!

Wann beginne ich mit Beikost?

Die WHO empfiehlt nach wie vor (auf der ganzen Welt), 6 Monate voll zu stillen und dann neben geeigneter Beikost weiter zu stillen bis zum 2. Geburtstag oder darüber hinaus, so lange Mutter und Kind dies wollen! [Wenn man nicht stillen kann oder möchte, gilt dasselbe für Pre-Milchnahrung!]

Trotzdem hört und liest man in den letzten Monaten immer wieder, dass man Babys bereits mit 4 Monaten Beikost geben sollte …

Diese „Empfehlung“ geht davon aus, dass Mütter nur 6 Monate stillen und danach gar nicht mehr. Es ist jedoch absolut wichtig, dass die Beikosteinführung noch während dem Stillen stattfindet, damit es für das Verdauungssystem die geringste Belastung ist.

Trotzdem: Es sollten die Beikostreifezeichen von Babys beachtet werden und in 90 % der Fälle sind diese erst ab dem 5. Monat (NACH der 20. Woche) langsam zu erkennen, oft erst nach 6 Monaten!

Was passiert, wenn mein Baby zu früh feste Nahrung bekommt, obwohl es noch nicht beikostreif ist?

Die größte Gefahr ist eine Belastung des Verdauungssystems. Bauchweh und Durchfälle können sofort auftreten, es kommt aber auch vor, dass diese Probleme erst nach ein paar Jahren ans Tageslicht kommen.

Der zweite große Punkt sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien, wie es in den letzten Jahren immer mehr geworden ist. Hier ist es tatsächlich so, dass diese Probleme erst nach ein paar Jahren auftreten und oft niemand mehr daran denkt, dass die Ursache vielleicht an der zu frühen Beikost liegen könnte.

Beikostreifezeichen

  • Das Baby kann den Kopf ohne Hilfe halten!
  • Das Baby kann seine Sättigung deutlich anzeigen!
  • Das Baby ist in der Lage, mit minimaler Unterstützung des unteren Rückens aufrecht zu sitzen!
  • Das Baby zeigt Interesse am Essen der Familienmitglieder UND macht Kaubewegungen, während es beobachtet! („Es schaut dem Essen nach“ alleine ist KEIN Reifezeichen, das machen sie oft bereits mit 3 Monaten!)
  • Das Baby kann die Bewegung „Hand-Mund“ gut koordinieren –> Pinzettengriff
  • Der Zungenstreckreflex, der Babys feste Nahrung wieder aus dem Mund schieben lässt, ist beinahe oder gänzlich verschwunden.

 

Die Beikostreifezeichen sind zu 90 % vorhanden – wie geht es jetzt weiter?

Was darf mein Baby essen und wie?

  • Man kann Babys Essen entweder püriert oder auch als Sticks anbieten, die das Baby in die Faust nehmen kann!
  • Obst: frisch, reif, gewaschen und anfangs ungeschält – am besten saisonal und regional
  • Gemüse: frisch, reif, gewaschen, saisonal und regional – in Wasser schonend gegart ohne Salz
  • Falls möglich, sollte man mit Lebensmitteln beginnen, die man während der Schwangerschaft und Stillzeit schon häufig gegessen hat. Babys „kennen“ diesen Geschmack bereits und tun sich dann leichter.
  • Das Baby niemals zum Essen zwingen – es soll Spaß machen und grade am Anfang soll „erforscht“ werden und das machen Kinder, indem sie „spielen“!
  • Es soll nach Bedarf essen, so wie gestillt wurde!
  • Wenn möglich, zum Beginn eine ruhige Zeit wählen – sich selbst nicht stressen und das Kind auch nicht!
  • Das Baby sollte ausgeglichen und ruhig sein, nicht zu hungrig, aber auch nicht zu satt.
  • Speisen nicht zuckern, salzen oder scharf würzen!
  • Mahlzeiten immer frisch machen am Anfang, nichts aufwärmen!
  • Zum Beikost-Start sollte man Wasser aus dem Becher oder Glas anbieten – anfangs zum Trinken-Lernen, später wenn mehr gegessen wird, sollte es mehr trinken.

Wie?

Immer noch am weitesten verbreitet ist das Füttern des Babys mit Brei.

Tatsächlich ist dies in den letzten Jahren mehr als überholt worden. Die mittlerweile auch von Stillberaterinnen und Kinderärzten empfohlene Beikostform ist BLW.

Was ist BLW?

  • BLW bedeutet Baby-Led Weaning und heißt übersetzt „Baby-gesteuertes Abstillen“.
  •  Das Baby bekommt die Beikost nicht gefüttert, sondern isst selbst!
  •  Dies kann sowohl Brei sein (Baby isst den Breit mit den Fingern, später mit dem Löffel), als auch Sticks und Stücke, welche es in die Faust nehmen kann.

Was sind die Vorteile von BLW?

  • Man sitzt gemeinsam am Esstisch und alle essen GLEICHZEITIG: keines unserer Essen wird kalt, weil ein Baby gefüttert werden muss.
  • Das Baby lernt das Essen in der Form kennen, wie es tatsächlich ist.
  • Es kann verschiedene Dinge probieren und lernt unterscheiden, während bei Breifütterung alles zusammengemixt wird.
  • Die Fingerfertigkeit wird perfekt trainiert.
  • Kinder, die mit BLW die Beikost begonnen haben, tun sich leichter beim „Umstieg“ auf „normales“ Essen, während viele Breikinder mit Stücken oft länger Probleme haben, weil sie es nicht gewohnt sind (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel)

So läuft BLW meistens ab:

1. Schritt (ab 6 Monaten!): (halb)festes Essen in die Hände/den Mund nehmen, dran lutschen und saugen, evtl. was abbeißen und wieder ausspucken – hier kommt es ab und zu zum Würgen und Übergeben
2. Schritt: kauen und im Mund herum schieben, kleine Teile werden bereits geschluckt (können teilweise unverdaut wieder ausgeschieden werden)
3. Schritt: abbeißen, kauen und schlucken – ab da essen die meisten Kinder immer mehr und besser; im Schnitt ist das um die 9 Monate der Fall, nun werden spätestens die Stillmahlzeiten reduziert (auch das geht vom Kind aus!!! Weaning bedeutet eigentlich Abstillen! Und Baby-led heißt, dass es vom Kind geführt ist, also nur vom Baby ausgeht!)
4. Schritt: Um den ersten Geburtstag herum essen die Kinder normal mit und beginnen sich abzustillen, da sie die Milch als Nahrungsquelle nicht mehr benötigen. Stillen kann aber weiterhin eine Trostquelle bleiben – so das Kind es braucht und die Mutter nichts „dagegen“ hat.

Wie haben wir das gemacht?

Wie begannen mit:

Apfel, Banane, Birne roh und gewaschen

Karotte, Gurke, Zuchini, Kartoffeln gedämpft, gekocht oder im Backrohr gebacken

→ alles in Sticks, welche das Baby in die Faust nehmen kann

Maisstangerl und Reiswaffeln – aus dem Bioladen Liezen, denn in normalen Geschäften ist oft Salz enthalten

Nach etwa 2 Wochen:

Faschiertes, Vollkornnudeln (Spiralen), Couscous, Hühnerfleischsticks, Rindfleischsticks, uVm

 

Entgegen weit verbreiteter Irrtümer darf ein Baby nicht nur bestimmte Lebensmittel und diese nacheinander, sondern wichtig ist nur die Zubereitung und dass es gesund ist.

Als meine Kinder jeweils ca. 8 Monate alt waren, aßen sie großteils bei unserem Essen mit. Sie bekamen ihre Portionen jedoch anfangs ungesalzen. Wenn wir einmal Appetit auf etwas Ungesundes hatten, wurde für Baby extra gekocht.

Gestillt wurde bei beiden weiterhin nach Bedarf, dies wird normalerweise sowieso immer weniger, jedoch bei Krankheit, Zahnen oder einem Wachstumsschub kann es immer wieder mehr werden. Dies ist kein Grund zur Besorgnis!

Aber mein Baby hat noch keine Zähne – wie soll es das essen? Und verschluckt es sich nicht? Ich habe Angst, dass mein Baby erstickt!

Dies sind nur wenige der Vorurteile, mit denen wir BLW-Eltern immer wieder kämpfen müssen. In erster Linie möchte ich jedem das sagen, das ich damals auch lernen musste: „Vertraue deinem Kind!“

– Babys Kauleiste ist so hart, dass es durchaus weiche Dinge abbeißen und damit kauen kann! Wem ein zahnloses Baby schon einmal in den Finger gebissen hat, der weiß das 😉

– Babys Würgereflex ist viel weiter vorne als bei uns Erwachsenen. Würgt das Baby also, heißt es nicht, dass es gleich erstickt! (Anton hat ein Mal eine Birnenschale mitgegessen, die er unzerkaut schlucken wollte und am Gaumen kleben blieb – der Würgereflex hat sich sogleich gemeldet und er konnte die Schale wieder ausspucken)

In so einem Fall heißt es, Ruhe zu bewahren und keine überstürzten Bewegungen zu machen. Das Baby behutsam aus dem Hochstuhl nehmen und den Kopf nach vorne beugen, damit das Essen leichter den Weg nach draußen finden kann.

Aber selbstverständlich gibt es auch bei BLW einige Dinge zu beachten:

Die goldenen BLW-Regeln

Die BLW-Regeln.jpg

Gibt es Ausschlussgründe für BLW?

Wenn das Baby tatsächlich beikostreif ist, eigentlich nicht!

Wenn es in deiner Familie eine Vorgeschichte von Allergien, Verdauungsproblemen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten gibt, sollte man vor Beikoststart mit dem Kinderarzt sprechen.

Wenn das Baby spezielle Bedürfnisse hat, nicht gut kauen kann oder es Schwierigkeiten hat, das Essen in die Hand zu nehmen und zum Mund zu führen, ist es entweder noch nicht beikostreif oder man sollte lieber Brei füttern.

Buchempfehlung & Hauptquelle:

blw buch.jpg

Weitere Quelle:

http://breikasper.nielsrump.net/?page_id=8


Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Einblick in dieses Thema geben. Selbstverständlich ist nichts in Stein gemeißelt … die Empfehlungen ändern sich immer wieder von Zeit zu Zeit und leider kommen diese Informationen selten bis gar nicht bei Fachpersonal an! Im Zweifel lohnt es sich immer, bei den Stillverbänden nachzufragen, die eigentlich immer auf dem neuesten Stand sind:

ÖAFS         La Leche Liga           IBCLC

Alles Liebe, deine Schnipselmama

 

Stillen – eine Ära ging zu Ende …

Ich habe ja bereits seit Längerem meine Stillgeschichte angekündigt – tatsächlich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, denn meine persönliche Stillzeit ist nun nach 4 1/2 Jahren am letzten Sonntag zu Ende gegangen und bietet nun den perfekten Anlass, meine Gedanken von der Seele zu schreiben!

Bevor A auf die Welt gekommen ist, wusste ich genau, dass ich stillen möchte und war mir sicher, dass ich perfekt vorbereitet bin.

Dann war er da und alles war anders … plötzlich gabs kein geplantes Bonding, weil er auf Intensiv musste und erst 16 Stunden nach der Geburt wieder bei mir war. Und das Anlegen war alles andere als easy, es war richtig harte Arbeit! Und die Schwestern waren zwar bemüht, aber richtig helfen konnten sie uns nicht!

Zu Hause angekommen war ich einfach nur verzweifelt und habe nach ein paar Tagen bzw Nächten Schlaflosigkeit und Stillkampf beschlossen, ihm abends ein Flascherl zu geben. Im Nachhinein betrachtet war das ein großer Fehler, aber damals schien es richtig.

Was ich nämlich nicht bedachte, waren folgende Probleme:

– dass Babys, die nicht von alleine halbwegs regelmäßig trinken, unbedingt geweckt werden müssen (tagsüber alle 2-3 Stunden, nachts in den ersten Tagen auch alle 4 Stunden – bei schlechter Zunahme auch länger als nur ein paar Tage!)

– dass alles, was ein Baby aus der Flasche trinkt, die Brust nicht produziert und somit immer „zu wenig“ da ist und nach Schüben noch weniger bleibt; dies zwangsläufig zum Abstillen führt!

– dass A durch den Wechsel von Brust und Flasche schon von Beginn an eine Saugverwirrung hatte, da die Milch aus der Flasche leichter rausgeht und er an der Brust dadurch gar nicht mehr richtig getrunken hat!

A war ein ruhiges und ausgeglichenes Baby, hat schon nach 8 Wochen von 20 bis 8 Uhr durchgeschlafen und uns kam nicht in den Sinn, dass irgend etwas nicht stimmen konnte. Als er nach 5 Monaten plötzlich anfing, an der Brust zu streiken und nicht mehr durchschlief, fingen wir erst an zu erkennen, dass womöglich doch etwas nicht stimmte.

Ich wendete mich an die Stillberatung im Forum Stillen und Tragen und es war bald klar, dass er zu wenig zugenommen hatte, sowie sich die Saugverwirrung nun äußerte. Abstillen war für mich keine Option, daher kämpfte ich für das Stillen!

Es war klar: die Flasche musste weg! Nach verzweifelten Versuchen, ihm das Pre mit dem Becher und Löffel zu füttern, entschieden wir uns – da er bereits im Beikost-Alter war – dafür, ihm abends einen Grießbrei mit Pre zu füttern. Ansonsten stillte ich wieder vermehrt und bereits nach wenigen Tagen war es wie eine Offenbarung: er trank und nahm super zu! Da ich jedoch BLW als bevorzugte Beikostvariante auserkoren hatte, verschwand der Brei sehr bald bzw. wurde von A mit Händen und dem ganzen Gesicht aufgenommen 😉 Tatsächlich war aber erst das der Start für unsere schöne Stillbeziehung, die davor so holprig gewesen war.

Anton stillen.jpg

Als ich mit L schwanger wurde, war A nicht ganz 2 Jahre alt und es kam mir nicht richtig vor, ihn abzustillen, um ihm kein ungutes Gefühl dem Baby gegenüber zu geben. Zumal es nach dem Flascherl eine sehr erfüllte Stillzeit war, A dann während der Schwangerschaft nur noch morgens und abends getrunken hatte.

2013 machte ich dann die Stillberater-Ausbildung beim ÖAFS und schloss diese 2014 mit dem Zertifikat ab. Die Ausbildung war sehr erfüllend, es war eine Offenbarung und vor allem die Aufarbeitung meiner Stillgeschichte mit A war befreiend. (Im März 2016 habe ich mit einer Fortbildung über „Gedeihstörungen“ mein Zertifikat verlängert.)

Zertifikat_AFS.jpg

Bei Ls Geburt sollte alles anders werden und obwohl es vorerst nicht so ausgesehen hatte, durfte ich L in unserem Wohnzimmer bekommen. Die Startbedingungen waren daher optimal und natürlich wusste ich durch die Stillberater-Ausbildung beim ÖAFS, was bei A alles schief gelaufen war!

Nach Ls Geburt lief von Beginn an alles perfekt und auch A stillte noch jeweils morgens und abends, was zu einem kleinen Ritual zwischen Mama und Erstgeborenem wurde und uns vor Eifersuchtsdramen bewahrt hat!

Tandemstillen.jpg
Das 1. Tandem-Stillen wenige Stunden nach Ls Geburt

Rund um As 3. Geburtstag hatte ich beschlossen, ihn nicht mehr stillen zu wollen und das Abstillen ging ohne Protest oder Drama von einem Tag auf den anderen!

Was mich schon während der 2. Schwangerschaft und leider auch danach begleitete, waren gesundheitliche Probleme mit meinem Diabetes in Folge der Hormone. Und obwohl das Stillen bei L so problemlos war, wurde mir bald bewusst, dass es dieses Mal nicht so lange gehen würde.

Nach mehreren gescheiterten Versuchen, sie wenigstens nachts abzustillen, habe ich es in den letzten Wochen auf nachts reduziert und wusste, dass der Krankenhausaufenthalt mit A womöglich die einzige Chance ist, das endgültige Abstillen zu versuchen. So entschied ich mich nach ca. 54 Stunden räumlicher Trennung und Stillfreiheit dafür, dran zu bleiben und läutete damit das Ende unserer Stillzeit ein.

IMG_20160908_163236.jpg
Unser letztes Stillfoto – 2 Tage vor dem Abstillen am Klopeinersee

L habe ich somit 23 Monate gestillt, davon 5 1/2 Monate voll.

Aber auch wenn es manchmal anstrengend war, möchte ich keine Sekunde missen! Ich habe das Stillen nie als Opfer empfunden oder als Aufgabe meiner persönlichen Freiheit!

Ganz im Gegenteil: oft war es DIE Rettung an schlimmen Tagen und in schlimmen Nächten sowieso 😉

Und es hat mich sowohl als Mutter als auch als Mensch verändert, wobei das Kinder wahrscheinlich sowieso tun 😉

Wenn ihr Probleme oder spezielle Fragen zu dem Thema habt, dürft ihr euch gerne bei mir oder meinen Kolleginnen beim ÖAFS, LLL oder IBCLC melden. Ich kann euch auch diverse Infomaterialien per Mail schicken, die ich im Laufe der Zeit gesammelt und für gut befunden habe!

_Logo-OeAFS.jpg

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!

Alles Liebe, eure Schnipselmama Ute

Ein Tag im Leben einer Mama

Ich habe mich mal dazu entschlossen, einen meiner Tage bildlich und chronologisch festzuhalten. Für manche mag es eh die eigene Realität sein, für viele ist es aber vielleicht eine Überraschung zu sehen, was eine Mama so den ganzen Tag macht. Und obwohl heute schon Mittwoch ist, habe ich vergangenen Montag aufgeschrieben.


Der Montag ist grundsätzlich mein stressigster Vormittag. An diesem Tag ist der Wocheneinkauf fällig und ein Bankbesuch für meinen Mann.

6:10 – mein Wecker läutet und Versuche, A zu wecken, scheitern kläglich. Also gebe ich ihm noch ein paar Minuten und stehe auf, richte seine Kleidung und die Jause für den Sommerkindergarten her, aktiviere die Kaffeemaschine und messe erst mal meinen Zucker – 197 … schon der 1. Tiefschlag des Tages :/ … das bedeutet nämlich, dass mein Frühstück heute nicht besonders ausfallen wird und ich sofort spritzen muss, weil mein Zucker nach dem Aufstehen am meisten steigt und während des Vormittags erst 3 Stunden nach dem Frühstück wieder fällt. Dann gebe ich noch ein Stück meines Low-Carb-Brotes aus dem Tiefkühler in den Mini-Backofen.

2016-07-18 08.24.58.jpg

6:20 – A ist immer noch im Bett, daher gehe ich hinauf und hole ihn … 25 kg hängen auf meinen Schultern. A wird erst mal im Wohnzimmer abgeladen. Er möchte heute nichts frühstücken. Anziehen geht heute schneller, normalerweise muss man neben ihm stehen und dies überwachen. Dann möchte er doch etwas: Heute nur einen Schluck Smoothie. Dann noch auf die Toilette für sein Morgengeschäft, Zähneputzen und um 6:50 geht es ab in den Kindergarten. Währendessen habe ich heute schon gefrühstückt und bin noch dabei, die Zeitung zu lesen und den Kaffee zu Ende zu trinken.

7:05 – L steht auf, wenigstens ist sie heute gut gelaunt, kommt mit einem freudigen „Aaallo“ die Treppe herunter. Wickeln und Umziehen der kleinen Madame stehen auf dem Programm, dann Frühstück. Aber meistens mag sie nichts essen, lieber ihren „Gaugau“ und den bekommt sie gerne, sonst ist sie leider eher wählerisch mit dem Essen. Daneben schaue ich meistens meinen Kalender durch, checke was auf dem Programm steht, scrolle durchs Facebook.

Dann geht es ins Bad, während L im Wohnzimmer spielt. In der Zwischenzeit läutet bereits das 1. Mal das Telefon, weil mein Mann etwas Firmenmäßiges benötigt. Also schnell für 15 Minuten ins Büro und darum kümmern.Natürlich kommt L wie immer ins Büro und möchte auf den Schoß, was die ganze Arbeit noch verlängert.

8:00- L ist angezogen und will „ausssi“, also Softshell-Overall, Gummistiefel und Stirnband an und hinaus in den Garten. Dann habe ich Zeit, mich endlich fertig zu machen und die Tasche zu packen. Heute ist besonders die Kleiderfrage eine spannende … es hat 15 Grad, die Luft ist kühl von den Unwettern, es regnet aber nicht.

Nach einem Kurzbesuch bei meinem Mann in der Werkstatt fahren wir endlich einkaufen. Unser Kühlschrank ist fast leer und da A im Sommerkiga kein Mittagessen bekommt, muss ich auch ihn einrechnen.

Um 9:15 verlassen wir den Billa mit einem gehäuften Einkaufswagerl. Nächster Stop in der Stadt: wir parken bei der Volksbank, machen dort unsere Erledigung. Dann spazieren wir weiter zur Post (ich habe bei einem Spiel von „Stempel dich bunt“ mitgemacht und die gebastelte Karte muss per Post zu Petra Rosenbaum 😉) und dann zum Bipa. Dort treffen wir noch eine alte Freundin, die auf Heimat-Kurzbesuch ist. Nachdem L meint, sie muss Rottenmanns Müll auf dem Gehweg sammeln 😏, treffen wir erst um 10 Uhr wieder beim Auto ein. Kaum angeschnallt, ruft mein Mann an, dass ich bitte noch Sahne für den Kundenkaffee kaufen soll … also noch ein Abstecher zum Spar – diesmal schnell ohne Kind.

Zuhause angekommen warten die Einkäufe darauf, eingeräumt zu werden. L ist glücklicherweise noch gut gelaunt. Dann beginne ich gleich zu kochen. L und ich essen immer bereits gegen 11 Uhr, heute gibt es Chili mit weißen Bohnen, Reis und Salat 😋. Ich schaue mir die Zeitschrift „Maxima“ durch und entdecke eine Trageberater-Kollegin und Erfinderin des Buzzidil drin.

Danach haben wir noch etwas Zeit und L ist noch entspannt, also sauge ich noch schnell das Erdgeschoss und räume alle Kochutensilien weg, bevor wir um 12 Uhr A vom Kiga holen. L schläft bereits nach 2 Minuten im Auto.

A verweigert das Mittagessen, wenigstens zu etwas Reis kann ich ihn überreden. Damit „erkauft“ er sich sein Eis 😉. Während L noch im Auto schläft, gönne ich mir eine kleine Nachspeise und einen Kaffee und wir machen As Sprachübungen. Dann möchte A erst mal alleine spielen und ich nutze die Zeit für ein paar Bastelarbeiten.

Tatsächlich sind mir die Kinder heute wohlgesonnen und spielen brav miteinander, als L aufwacht. Ich kann wieder etwas probieren und meine To-Do-Liste abarbeiten. Dazwischen spielen wir Pärchen und Memory und die Küche wird kurzzeitig zu einer Steinzeithöhle umfunktioniert. Dann bringt mir mein Mann noch 3 Zulassungsscheine, die ich ins Programm eingeben muss.

Da das Wetter noch immer unbeständig ist, bleiben wir den heutigen Nachmittag im Haus.

Um 17:10 beginne ich, das Abendessen herzurichten und die Jause für den nächsten Tag. Abends jausnen wir immer – meistens mit Brot oder Weckerl, Wurst, Käse, Aufstrich, Tomaten, Gurken, etc. Die Kinder entscheiden sich manchmal für Joghurt. Während dem Abendessen dürfen die Kinder fernsehen und auch ich schaue meistens etwas. Dann räume ich noch die Küche etwas zusammen, damit wir ca. um 18:15 duschen gehen können. Nach dem Duschen schauen wir noch Bücher an und den Sandmann. Der Papa nimmt L ins Buzzidil und sie schläft innerhalb von 10 Minuten ein, dann legt er sie ins Bett. A und ich kuscheln noch ein paar Minuten und er schläft dann auch ein.

Dann gehe ich noch in den Keller und kümmere mich um die Wäsche, der Geschirrspüler ist auch auszuräumen.

Morgen steht das Kokadi-Fantreffen auf dem Programm, also packe ich noch mein Tragetuch, die Babylegs und meine Melody-Tasche, damit es nicht zu stressig wird! Und dann geht es endlich auf die Couch zum Fernsehen. Meistens lasse ich mich in Facebookgruppen und Pinterest noch inspirieren. Wenn ich noch sehr motiviert bin, lande ich noch im Büro zum Basteln, dies dauert dann bis ca. 22 Uhr, aber heute bin ich dafür zu müde. Nachdem mein Mann noch ins Revier gefahren ist, nehme ich das Ipad mit ins Schlafzimmer und lass mich von „Rote Rosen“ berieseln.

Der Abend läuft natürlich nicht immer so entspannt. Sehr oft hat L nämlich keine Lust zu schlafen und turnt dann bis 21 Uhr herum, es ist dann weder entspannend noch lustig für uns. Aber auch das gehört zum Leben einer Mama dazu. Wenn ich Glück habe, wird L erst gegen 2 Uhr wach und ich hole sie ins Bett, dann stillt sie und wir schlafen weiter. Durchschnittlich stillt sie nachts aber noch 3-4 Mal. A wird im Laufe der Nacht ebenfalls 1 Mal wach und kommt dann lautlos in unser Bett geschlichen 😉, manchmal ist es dann schon 4 Uhr. Aber auch wenn es immer noch Menschen gibt, die einem einreden wollen, dass das nicht okay oder nicht normal ist, so kenne ich zum Glück die Wahrheit. Vielleicht schreib ich mal etwas übers Familienbett und die Wichtigkeit dieses im Bezug auf eine optimale Entwicklung von Kindern.

Jetzt aber ist es Zeit zu schlafen, denn der nächste Tag startet wieder um 6:10 😉


Ich hoffe, Euch hat der kleine Ausflug in einen meiner Tage gefallen – heute Mittwoch ist es endlich wieder sommerlich & wir treffen uns bald mit einer Freundin und ihrem Baby zum Spaziergang. Am Nachmittag können wir hoffentlich noch den Sommer genießen, bevor es morgen wieder schlechter wird!

Wer gern mehr von unseren Tagen sehen möchte, kann mich ja auf Instagram abonnieren oder auch auf Snapchat unter ula_beutelspatz.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag!

Alles Liebe, eure ULA

Wie ich zum Tragen kam …

Ich habe viele Leidenschaften, wie man beim Lesen dieses Blogs zweifellos feststellen wird 😉

Seit der Schwangerschaft mit meinem Sohn 2011 ist das Tragen wichtiger Teil meines/unseres Lebens. Damals hab ich Fotos einer mir bekannten lieben Mama gesehen, wie sie ihre Babymaus im Tragetuch hatte und für mich war klar:

Das möchte ich auch unbedingt!!! Doch dieser Bereich ist für Laien kaum zu verstehen und Trageberater gab es damals in meiner Nähe leider nicht. Ich hab also gelesen, gelesen, gelesen und meine Bekannte ausgefragt. Wenige Wochen vor der Geburt unseres Sohnes hatte ich mir ein gebrauchtes Tragetuch (Didymos Jan in Größe 6) und einen Hoppediz Bondolino in schwarz-blau gekauft und mir das Binden von ihr zeigen lassen.

Ich war so überzeugt und voller Tatendrang, aber dann kam alles anders … mit Baby war es plötzlich gar nicht mehr so einfach und noch dazu versuchte ich A immer dann einzubinden, wenn er grad müde war und schrie. Da wird man verzagt und hat keine Lust mehr drauf. Doch zum Glück hatten wir den Bondolino und damit trugen wir sehr sehr viel:

Langsam wurde mir bewusst, dass ich das Thema und alles, was mit Attachment Parenting zusammen hängt, sehr toll finde, unbedingt das Binden lernen wollte und informierte mich über die Ausbildung zur Trageberaterin und erfuhr, dass im September 2012 ein Grundkurs der ClauWi Trageschule in Graz stattfinden würde. Ich besprach alles mit meinem Mann, fragte meine Mama, ob sie mitfahren könnte, um A während des Kurses zu betreuen und dann meldete ich mich auch schon an!

Der Kurs war toll und so erfrischend und ich ging gestärkt aus dem Grundkurs. Tragetuchbinden war endlich total einfach! Dann ging das Beraten und Lernen los. Im Juli 2013 kam der Mittelkurs hinzu, im Oktober 2013 absolvierte ich noch den Aufbaukurs und schloss meine Ausbildung als ClauWi-Trageberaterin im Juni 2014 mit dem Zertifikat ab.

Während dieser Zeit absolvierte ich auch noch 2 Wochenend-Kurse, sowie ein Zertifikat zur ehrenamtlichen ÖAFS-Stillberaterin und biete – hauptsächlich im Rahmen meiner anderen Tätigkeiten – ehrenamtliche Stillberatung an. Dazu kommt demnächst noch ein eigener Blogeintrag!

Seit dem Grundkurs sind nun 3 1/2 Jahre vergangen und es hat sich in dieser Zeit Einiges getan. Von damals 6 Tragemamas in der Region sind wir mittlerweile sehr viele mehr geworden – wir haben uns vernetzt, es sind noch weitere Trageberaterinnen hinzu gekommen, mit denen ich zusammen arbeite und seit April 2016 haben wir sogar eine Trageboutique in Liezen, in welcher man neben Tragetüchern, -hilfen und -kleidung auch noch Vieles mehr für Babys und Kleinkinder finden kann.

Wenn ich jetzt das Interesse an diesem Thema geweckt habe, bitte hier entlang! Wir beraten unter dem Namen Beutelspatz im Enns- und Paltental & Ausseerland und das ist unser Logo Logo 04Außerdem organisieren wir immer wieder Tragetreffen und -wanderungen in der Region!

Und hier noch ein paar Tragefotos von unseren Kindern und mir: